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Muskuloskelettale Erkrankung betreffen weltweit ungefähr 1,71 Milliarden Menschen, stellen eine hohe biopsychosoziale Belastung für Betroffene dar und verursachen enorme ökonomische Kosten (z.B. durch Ausfallzeiten auf der Arbeit oder deren konservative und operative Behandlung). Um den negativen Folgen entgegen zu wirken, sind evidenzbasierte, wirksame und kostensparende Gesundheitsmaßnahmen erforderlich.

Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGAs) sind ein vielversprechender Ansatz für die Behandlung von muskuloskelettalen Erkrankungen und werden bereits umfangreich für andere Krankheitsbilder eingesetzt. Die (ehemalige) Masterstudentin Johanna Nagel hat in ihrer Abschlussarbeit eine systematische Literaturrecherche durchgeführt und die Wirksamkeit von DiGAs, welche auf bewegungsspezifischen Therapieübungen basieren, für verschiedene Körperregionen und klinische Outcome-Parameter aufgezeigt.  Die Arbeit wurde von Matthias W. Hoppe und Florian Wegener betreut. Die Ergebnisse wurden kürzlich als systematische Übersichtsarbeit im Journal JMIR mHealth and uHealth (IF 5.0) veröffentlicht und können auf https://mhealth.jmir.org/2024/1/e50616 eingesehen werden.