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Forschungsschwerpunkte

Gliederung

Aktuelle Forschungsprojekte
Abgeschlossene Forschungsprojekte

Aktuelle Forschungsprojekte

Aktuelle Forschungsprojekte

Entwicklung und Evaluation eines wertebasierten Dopingpräventionsprogramms im Nachwuchsleistungssport (Theresa Manges, Anne-Marie Elbe)

Das Ziel des Projektes ist die Entwicklung, Implementierung und Evaluation einer evidenzbasierten psychosozialen Intervention, die darauf abzielt, Dopingabsichten von Nachwuchssportler/innen zu minimieren. Das Interventionsprogramm setzt dabei den Schwerpunkt auf moralische Variablen, die mit Doping in Verbindung stehen. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesinstitut für Sportwissenschaft (Az. ZMVI4-070301/18-19).

Weitere Informationen finden Sie auf der Projektwebseite.

From research to application: An evidence-based psychosocial intervention for doping prevention in young athletes (Anne-Marie Elbe)

In diesem Projekt geht es um die Entwicklung eines neuen Dopingpräventionsprogramms für Jugendliche, das auf der Ausbildung und Stärkung moralischer Kompetenzen basiert. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit Maria Kavussanu (University of Birmingham, Prinicipal Investigator) und Antonis Hatzigeorgiadis (University of Thessaly, Co-Investigator) durchgeführt und wird von der WADA gefördert.

Developing a scenario-based educational module for values-based anti-doping: The SMART Project (Anne-Marie Elbe)

Im SMART Projekt werden die Werte von Spitzensportreibenden dahingehend untersucht, ob sie im Einklang mit den “Spirit of Sport” Werten stehen. Basierend auf diesen Ergebnissen geht es darum ein Anti-Doping Training für Sporttreibende und ihre Entourage zu entwickeln, das Entscheidungen gegen Doping unterstützt. Andrea Petroczi (Kingston University) ist Principal Investigator und führt das durch das IOC Projekt finanzierte Projekt zusammen mit weiteren Partnern aus Italien, Griechenland und Russland durch.

Prävention und Gesundheitsförderung von Nachwuchsleistungsathleten/innen (Nadja Walter)

Im Leistungssport zeigt sich eine wachsende Anzahl an Athletinnen und Athleten, die Auffälligkeiten im Ernährungsverhalten zeigen, die Anzeichen einer bestehenden Essstörung sein können. Die Prävalenz pathologischen Essverhaltens im (Leistungs-)Sport wird für Männer mit bis zu 19 % und für Frauen sogar mit bis zu 45 % beziffert (Ewers, Halioua, Jäger, Seifritz & Claussen, 2017). Über die Prävalenz von Nachwuchsleistungsportler/innen ist bislang nur wenig bekannt. Gegenüber sogenannten Hochrisikosportarten für Essstörungen wie ästhetische, technisch-kompositorische und gewichtsbasierte Sportarten, wird auch den Niedrigrisikosportarten wie Ballsportarten ein Potential für die Entstehung von Essstörungen zugeschrieben (Krentz, 2012). Vor diesem Hintergrund wird empfohlen sowohl männliche als auch weibliche Sportler aller Sportarten vor allem im Nachwuchsbereich auf Anzeichen eines gestörten Essverhaltens zu untersuchen (Bonci et al., 2008; Bratland-Sanda & Sundgot-Borgen, 2013; Ewers et al., 2017; IOC). Hierfür eignet sich die jährliche Grund-(Sporttauglichkeits-)Untersuchung.

Das Ziel der Studie ist eine Aussage zur Prävalenz von Essstörungen bei Sportler/innen im Landes-Kader im Land Sachsen zu treffen. Gleichzeitig sollen potentielle, persönliche und situative Einflussfaktoren bei einer möglichen Entwicklung einer Essstörung ausgemacht werden. Aus beidem sollen schließlich Handlungsmaßnahmen für Sportler/innen und Trainer/innen wie auch für die Eltern abgeleitet werden, die möglichen Belastungsspitzen und/ oder potentiellen Erkrankungsrisiken vorbeugen.

Eine ausführliche Version der Probandeninformation kann hier heruntergeladen werden.

Sportbindung und Sportsucht (Nadja Walter)

Neben Sportverletzungen nimmt das Thema Sportsucht immer mehr an Bedeutung zu. Sportler/innen, die unter einer Sportsucht leiden, trainieren bis an ihre psychologischen und körperlichen Grenzen und teilweise darüber hinaus. Eine konkrete Prävalenzrate von Sportsucht existiert aufgrund des schwer zu differenzierenden Erscheinungsbildes und sehr unterschiedlicher Messinstrumente nicht. Häufig handelt es sich um ein komorbides Syndrom oder um eine sehr enge Bindung an das Sporttreiben. Auch sind die Entstehungsmechanismen einer Sportssucht noch nicht vollständig geklärt. In einer Online-Befragung machten über 500 TeilnehmerInnen Angaben zum Sporttreiben, zur Motivation sowie zum Risiko an einer Sportsucht zu erkranken. Ziel der Untersuchung ist es die bereits bestehende Theorie zur Sportsucht weiterzuentwickeln.

Anwendung und Effizienz von Strategien in der Verhaltensänderung in Bezug auf Bewegung und Ernährung (Nadja Walter)

Im Rahmen von Interventionen zur Verhaltensänderungen in den Bereichen Ernährung und Bewegung wird die Nutzung verschiedener motivationaler und kognitiver Strategien vielfach empfohlen, um das intendierte Verhalten zum einen einzuleiten und zum anderen aufrechtzuerhalten. Hier werden vor allem Strategien zur Überwindung der Intentions-Verhaltens-Lücke, zur Handlungsplanung und Zielsetzung sowie zur Bewältigung personaler und situativer Barrieren vermittelt. Im Kontext wissenschaftlicher Interventionsstudien konnte die Wirksamkeit solcher Strategien belegt werden. Wie häufig diese Strategien im Alltag verwendet werden und wie effizient sich deren Anwendung darstellt, wurde bislang nur wenig untersucht. Mit Hilfe eines Fragebogens wurden über 400 TeilnehmerInnen zu insgesamt 74 verschiedene Strategien in den Bereichen Ernährung und Bewegung befragt. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass womöglich situative Reize und Hindernisse, insbesondere bei der expliziten Verhaltensumsetzung, einen ungünstigen Einfluss auf das intendierte Verhalten ausüben.

Einflussfaktoren bei der Entwicklung von Gewohnheitsverhalten (Nadja Walter)

Um Gewohnheitsverhalten zu entwickeln, bedarf es verschiedenen Autoren zufolge etwa sechs bis neun Wochen regelmäßigen Praktizierens. Über den Einfluss von Wohlbefinden und Stimmung auf diesen Prozess ist jedoch nur wenig bekannt. Die VIBE-Studie versucht Aufschluss über verhaltensbezogene Bedingungen zu geben, die zur Entwicklung eines Gewohnheitsverhaltens beitragen. Dabei werden die Aspekte Regelmäßigkeit, zeitliche Konsequenz sowie Wohlbefinden und Stimmung untersucht. In einer 12-wöchigen Längsschnittstudie wählen TeilnehmerInnen ein gesundheitsorientiertes Verhalten, praktizieren dieses täglich und dokumentieren dieses wöchentlich. Die Untersuchung bestätigt die Bedeutung von Regelmäßigkeit sowie einem stabilen zeitlichen Kontext bei der Entwicklung von Gewohnheitsverhalten und deutet auf einen Einfluss der Stimmung auf diesen Prozess hin.

Multicultural Societies: The integrative role of sports (Anne-Marie Elbe)

Sport wird als geeigneter Kontext für die Entwicklung von sozialen und moralischen Kompetenzen angesehen. In diesem Projekt wird untersucht inwieweit und unter welchen Bedingungen der Sport einen Beitrag zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund leisten kann. Das Projekt wird seit 2007 von der Europäischen Vereinigung für Sportpsychologie (FEPSAC) unterstützt.

Wirkungsweise von Interesse auf affektiv-motivationale Korrelate in unterschiedlichen Sportsettings (Sascha Leisterer)

Interesse kann als kontextspezifische Form von Motivation aufgefasst werden, die das Erleben und Verhalten in unterschiedlichen Sportsettings beeinflussen kann. Ausgehend von der aktuellen Forschungslage ist es bedeutsam, die Zusammenhänge und Wirkungsweise von Interesse und affektiv-motivationalen Korrelaten zu untersuchen. Ziel dieses Forschungsprojektes ist es, das Wirken von Interesse und intrinsischer Motivation auf das Affekterleben zu analysieren, um für die Sportpraxis konkrete Handlungsempfehlungen zur Beeinflussung des positiven Affekts ableiten zu können.

Affektives und emotionales Erleben von Schülerinnen und Schülern im Sportunterricht (Sascha Leisterer)

Das affektiv-emotionale Erleben von Schülerinnen und Schülern spielt aus sportpsychologischer Perspektive eine wesentliche Rolle im Kontext des Sportunterrichts. Allerdings ist es bislang unklar, durch welche Unterrichtsmaßnahmen das affektiv-emotionale Erleben beeinflusst werden kann. Ziel dieser Forschung ist es, das Auftreten von Emotionen aus der Perspektive von Schülerinnen und Schülern im Sportunterricht und die Wirkung von Auslösern dieser Emotionen zu untersuchen.

Psychologie im eSport (Oliver Leis)

Dieses Forschungsgebiet befasst sich mit psychologischen Aspekten im elektronischen Sport (eSport). Unter dem Begriff des eSports wird das wettbewerbsmäßige Spielen von Video- bzw. Computerspielen nach festgelegten Regeln verstanden. In diesem Projekt wird untersucht inwieweit Spielende von den Trainings- und Wettkampfbedingungen beeinflusst werden, und wie diese zur Leistungsoptimierung beeinflusst werden können.

Positive Emotion und Wohlbefinden in Athleten (Franziska Lautenbach)

Innerhalb der sportpsychologischen Emotionsforschung standen bisweilen primär Phänomene wie Angst und Stress und deren Einfluss auf Kognitionen und Leistung im Vordergrund, während positive Emotionen wenig Aufmerksamkeit erhielten. Dies scheint nahezu überraschend, da Athleten nicht nur unangenehme Emotionen erleben, sondern auch während des Trainings, der Wettkämpfe und im Verlauf ihrer Karriere eine Vielzahl von unterschiedlichen positiven Emotionen wie Freude, Gelassenheit oder Interesse berichten (Moen et al., 2018).

Innerhalb des ersten Forschungsarms ist es Ziel qualitativ zu explorieren (a) welche positiven Emotionen Athleten während Training und Wettkampf erleben, (b) wodurch diese entstehen und (c) wie Athleten diese hinsichtlich ihrer Funktionalität bewerten.

Innerhalb des zweiten Forschungsarms sollen Laborstudien Aufschluss darüber geben, wie indizierte positive Emotionen wie zum Beispiel Freude, exekutive Funktionen (Inhibition, Arbeitsgedächtnis, kognitive Flexibilität; Diamond, 2013; Miyaka & Friedman, 2012) sowie höhergradige exekutive Funktionen wie Problemlösen oder Planung und darüber hinaus motorische Fertigkeiten beeinflussen.

Final und in Abhängigkeit der empirischen Ergebnisse, sind Interventionsstudien zur Veränderung von positiven Emotionen und Wohlbefinden bei Leistungssportlern angedacht.

Abgeschlossene Forschungsprojekte

Abgeschlossene Forschungsprojekte

Selbstgesprächsregulation im Leistungssport (Nadja Walter, Dorothee Alfermann)

Im S4WIN-Projekt wird Self-Talk und die damit verbundenen Auswirkungen auf psychologische Variablen und auf Leistungen von Nachwuchsathletinnen und –athleten untersucht. Nachwuchsleistungssportler/innen aus Individual- und Teamsportarten erhalten nach einem Versuchs-/Kontrollgruppenplan ein gezieltes Training in der Durchführung von Selbstgesprächen (Versuchsgruppe). Auf der Basis der gewonnenen Erkenntnisse wird ein Manual zur Durchführung von individuellen Selbstgesprächen entwickelt Das S4WIN-Projekt wird vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft finanziell unterstützt (Az. ZMVI4-071001/16-18).

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