Forschungsschwerpunkte des Institutes Sportpsychologie und Sportpädagogik der Sportwissenschaftlichen Fakultät

Forschungsschwerpunkte des Institutes

Der Schwerpunkt der Arbeitsrichtung des Instituts liegt zum einen in der Analyse von Determinanten von Verhalten und Entwicklungsprozessen in variierenden Kontexten, wobei der Sport einen gewichtigen sozialen Kontext bildet. Solche variierenden Kontexte finden sich vor allem im Leistungs- sowie im Gesundheits- und Breitensport.
Zentrale Fragen sind

  • (a) welche förderlichen psychosozialen Variablen eine Leistungssportkarriere beeinflussen,
  • (b) wie sich das Verhalten von Leistungssportlern nach Beendigung der Karriere verändert,
  • (c) welche protektiven Wirkungen Sport auf das Selbstkonzept und auf die kognitiven Leistungen hat oder
  • (d) welche kognitiven Faktoren zu einem erhöhten Verletzungsrisiko beitragen.

Diese werden von Frau Prof. Dr. Alfermann und Mitarbeiterinnen bearbeitet. Zur Genderforschung werden Karriereentwicklung und berufliche Belastungen im Arztberuf von Frau Prof. Dr. Dorothee Alfermann und ihrem Team untersucht. Pädagogische Aspekte des Leistungssports von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bilden einen Forschungsschwerpunkt im Fachgebiet Sportpädagogik (Prof. Dr. Richartz und Mitarbeiter/innen). Belastungen und Risiken, entwicklungsförderliche Rahmenbedingungen und protektive Ressourcen interessieren dabei ebenso wie die pädagogischen Kompetenzen von Trainern. Das Problem der Beziehungsgestaltung und des konstruktiven Umgangs mit Konflikten wird in verschiedenen Kontexten thematisiert:
Im Leistungssport (Kinder, Jugendliche, Erwachsene) wie im Freizeitsport, als zentraler Bestandteil pädagogischen Handelns ebenso wie unter dem Aspekt der Gewaltprävention. Entwicklungsbezogene Fragestellungen werden im Leistungs- wie im Freizeitsport verfolgt, z. B. biographische Kontexte von Sportengagements.

Ein aktuell am Institut konzipiertes Konzept ist die “Bewegte Schule”, das durch Frau Prof. Dr. Müller supervisiert wird. Derzeit werden evaluierte didaktische Konzepte in den Schulen in Sachsen und langfristig in weiteren Bundesländern implementiert. Didaktische Überlegungen zur Modifizierung des Konzeptes für Kindergarten und Hort wurden abgeschlossen und über Publikationen und Fortbildungen verbreitet. Diese gesamten Prozesse werden wissenschaftlich begleitet und Möglichkeiten der Verbesserung des Qualitätsmanagements gesucht sowie erprobt.

Im Bereich Sportmanagement werden Auswirkungen des Wertewandels auf den Sport und das Management im Sport untersucht, die bedarfsgerechte Gestaltung von interaktiven Kommunikationsnetzwerken in Sportorganisationen und Faktoren der Entwicklung und Einflussnahme auf die Kunden- (Zuschauer-) Zufriedenheit bei sportlichen Veranstaltungen ermittelt.

Im Bereich Sportsoziologie werden soziale Ungleichheiten und Sportengagement analysiert. Ein weiterer thematischer Schwerpunkt liegt auf Untersuchungen zur sozial-integrativen Funktion des Sports.